Mit St. Martin zum Abitur

von Gundula Dobrig

Chemnitz, am 13.11.2017 - Bei jungen Heranwachsenden ein Interesse für Geschichte zu wecken ist nicht immer leicht. Die Waldorfschule Chemnitz hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses Interesse schon in der Unter- und Mittelstufe zu pflegen. Das Ergebnis sind seit über 12 Jahren Abiturienten im Leistungsfach Geschichte.

Geschichte entstand ursprünglich aus der Weitergabe von Geschichten. Das zeigt heute nicht nur die deutsche Sprache. Im Englischen (History, Story) wird ebenfalls deutlich, wie wichtig das Erzählen in diesem Zusammenhang ist. Auch die moderne Pädagogik hat begonnen Geschichte durch Hörspiele, Comics und Filme aufzubereiten.

Die Waldorfpädagogik nutzt seit fast hundert Jahren das natürliche Interesse der 7-14 Jährigen an der Vergangenheit. In Form eines festen Erzählteils werden im Unterricht altersgerechte Inhalte vermittelt. Durch das Nachleben verschiedener historischer Momente im Jahreslauf, ist es den Schülern möglich emotionale Brücken zu bauen. Diese Methode strahlt bis in die Oberstufe aus. Es gelingt den Schülern dank dieser Verbindung wissenschaftlich fundierte Zusammenhänge der Geschichte zu verstehen.

In enger Zusammenarbeit mit den Eltern konnten an diesem Montag wieder solche Brücken entstehen. Die Schüler der 1.-4. Klasse wurden selbst Teil der Vergangenheit. Sie wurden St. Martin und schlüpften in das Leben eines Bischofs aus dem 4. Jh. Die Kinder erfuhren, welchen Mut es braucht um die Nöte jener Zeit zu überwinden. Und so zogen sie mit Hörnchen, Laternen und viel Freude umher. 

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