20 Jahre Waldorfschule Chemnitz

Einige Schlaglichter auf unsere Vergangenheit

1990: Enthusiastische Eltern und Lehrer gründen, vereint mit unserem Gründungslehrer, Berater und väterlichem Freund Gotthilf Michael Pütz, den ersten Waldorfschulverein und die Waldorfschule Chemnitz. Dem voran gegangenen waren die Gründung eines Waldorfkindergartens und die Durchführung eines intensiven Lehrerseminars. Damit wurde auch in Chemnitz ein Signal in die Zukunft gesetzt.

Dann begann die Suche nach einem geeigneten Gebäude. Geduld war gefragt, doch vier Wochen vor Schulbeginn hatten wir das Schulhaus in Borna gefunden und von der Stadt zum Betrieb einer Waldorfschule erhalten. Das Schuljahr begann planmäßig nach einem Mammuteinsatz aller Kollegen, vieler Eltern und Freunde bei der Renovierung und Einrichtung des Gebäudes oft bis weit in die Nacht hinein.

Nach der Wende entstanden auch in Dresden, Leipzig, Frankfurt/Oder und anderen Städten Freie Waldorfschulen. Wir Chemnitzer allerdings waren wohl die Mutigsten.

Die ersten Klassenlehrer damals waren: Fr. Martin (Kl. 1), Fr. Leo (Kl. 2), Fr. Schmutzler (Kl. 3), Hr. Spoerhase (Kl. 4), Fr. Fickel (Kl. 5), Herr Rost (Kl. 6), Fr. Hochmuth (Kl. 7), Hr. Schramm (Kl. 8).

Fachlehrer waren: Fr. C. Nötzold (Musik), Frau Schmundt (Eurythmie), Fr. Grallert (Handarbeit, Hort), Fr. Büchner, Hr. Schneider (Russisch), Fr. Pütz (Englisch), Hr. Schönfeld (Gartenbau), Fr. R.Nötzold (Förderunterricht). Weitere Mitarbeiter waren noch: Fr. Walther (Geschäftsführung), Fr. Bocklisch (Schulsekretärin) und Fr. Spoerhase (Schulärztin), Hr. Martin (Hausmeister)

1991: Gründung unserer Oberstufe mit einer neuen Klasse 10/11. Die achte Klasse wird zur neunten und damit zur ersten Oberstufenklasse. Wir bekommen ein Oberstufengebäude in der Chemnitztalstraße.
Gründung der zweiten Förderklasse unter der Klassenleitung von Fr. Grund.

1992: Es beginnen erste intensive Prüfungsverhandlungen. Wir wollen an unserer Schule den Realschulabschluss und das Abitur anbieten.

1993: Seit 1991 sind neben dem Oberuferer Weihnachtsspielen auch Klassenspiele fest zur Tradition geworden. In diesem Jahr kamen sogar drei Stücke zur Aufführung:

Klasse 8- "Fausts Erlösung" von Rudolf Kutzli
Klasse 12- "Peer Gynt" von Edward Grieg (mit Eurythmie)
Klasse 12- "Nun singen sie wieder" von Max Frisch

Am 15. Mai fand der erste "Tag der offenen Tür" statt.
 
1994: Eine Akrobatikgruppe wird von Constanze van Vondelen und Christoph Lang ins Leben gerufen. Hier können sich die Schüler und Schülerinnen akrobatisch betätigen, das Jonglieren lernen oder auf dem Einrad fahren.

Leider mussten sich die Zwölftklässler in diesem Jahr noch einer Schulfremdenprüfung an der Georg-Werth-Mittelschule unterziehen. Die drei Abiturienten durften ihre Prüfungen an einer befreundeten Waldorfschule in Hamburg ablegen.

1995: Erste Realschulprüfung und erstes Abitur an unserer Schule- damit war ein wichtiger Schritt getan. Nur galt es, auch für den inzwischen gewachsenen Kleinklassenbereich eine Prüfungsmöglichkeit zu schaffen.

Die dritte Klasse errichtete im Schulgarten in ihrer Bauepoche eine Wetterstation. Die 11. Klasse ging auf Kunstreise nach Italien.

Musikalischer Besuch aus Dänemark: am 15. Mai gastierte das Schulorchester unserer dänischen Partnerschule Odense bei uns in Chemnitz. Für alle war das ein beeindruckendes Erlebnis.

Unser erster Adventsbasar öffnete seine Pforten.

1996: Elternratstagung der Region Ost an unserer Schule. In dem Eltern- Lehrer- Kreis führen Elternvertreter der verschiedenen Klassen und einige Lehrer (Fr. Grallert, Hr. Schönfeld) eine langjährige, kontinuierliche Arbeit. Der Kreis vertritt unsere Schule auch auf der Bundeselternversammlung.

1997: In diesem Schuljahr begann ein großartiges und unvergessliches Projekt für alle Beteiligten an unserer Schule. Auf Initiative unseres damaligen Musiklehrers Werner Haas, wurde ein beispielloses "Ost- West- Schülerprojekt" ins Leben gerufen. Es folgten Chorfreizeiten in den Ferien an verschiedenen Waldorfschulen und schließlich gingen die Lehrer, Eltern und Schüler des Projekts mit dem Musical "Anatevka" auf Deutschlandtournee. Höhepunkt für uns war eine bravouröse Aufführung in der ausverkauften Chemnitzer Stadthalle.

In diesem Jahr wurde in der Förderschule erstmalig die Hauptschulprüfung abgelegt.

1998: Die Schülerzeitung "WALDI" erblickt das Licht der Welt. Herr Wolf kommt als neuer Geschäftsführer zu uns nach Chemnitz. Die dritte Klasse weiht im Hortgarten ihren "Wasserlauf" ein, den sie in ihrer Bauepoche emsig geschaffen hat. Erste Geschichtsreise nach Griechenland mit Herrn Beyer und der Klasse 10b.

1999: Praktika und Klassenfahrten gehören fest zur Pädagogik. In diesem Schuljahr ging es für die achte Klasse per Kanu durch Mecklenburg und die Zwölftklässler segelten mit der "Fortuna" kreuz und quer über die Ostsee.
 
2000: 10 Jahre Waldorfpädagogik in Chemnitz. Große Feierstunde im Chemnitzer Opernhaus, sowie zahlreiche Veranstaltungen in der Schule und deren Umfeld.

Im April begannen die Bau- und Sanierungsarbeiten an der Turnhalle, dafür wurde die "Bauhütte Waldorfschule Chemnitz GmbH" gegründet.

2001: Am 1. März erfolgte die Grundsteinlegung für den Anbau der Turnhalle unter Anwesenheit des Oberbürgermeisters Herrn Dr. Seifert. Das erste "PRISMA"-Heft erscheint, damit haben wir wieder eine Schulzeitung!

2002: Waldorfschüler halfen spontan bei der Beseitigung der schlimmen Hochwasserschäden in verschiedenen Kindereinrichtungen in Flöha im August 2002. Engagiert leitete Herr Schramm die Chemnitzer Hilfsaktionen. Beginn der Sanierung des Waldorfkindergartens.
 
2003: Im März hält ein neues Musikprojekt in der Unterstufe Einzug: das "Klassenmusizieren". Die Kinder der zweiten Klasse beginnen ihre ersten Schritte auf einem Streichinstrument und lernen dabei das Staunen und Lauschen. Das Schuljahr endet mit einem großen Sommerfest mit Indianern aus Mexiko. Eröffnung der Ausstellung "Erzählendes Malen- Malendes Erzählen" mit Aquarellen von G.M. Pütz in Kassel.
 
2004: Die deutschlandweite Waldorfaktionswoche wurde in Chemnitz mit einem festlichen Ball an unserer Schule eröffnet.

Schon zum zweiten Mal nahmen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 an der "Griechischen Olympiade" in Leipzig teil, wo sich Vertreter aus mehreren Waldorfschulen im sportlichen Wettkampf messen.

"Die Schneekönigin"- ein musikalisches Märchen, einstudiert von Waldorfschülern unter künstlerischer Leitung von Frau Klemt, kommt im Chemnitzer Rathaus zur Aufführung.

2005: Die Vorschularbeit hat sich an unserer Schule etabliert, nach den Winterferien öffnen Frau Deichmann und Frau Lasch die Pforten unserer Vorschule für künftige ABC- Schützen. Endlich- es gibt Bio- Essen an der Waldorfschule!

2006 Es beginnt das gemeinsame Eltern- Lehrer- Schüler Projekt, "Die Zauberflöte", organisiert und zusammengehalten von Frau Essensohn. Unser traditioneller Adventsbasar hat sich im weihnachtlichen Chemnitz etabliert, er schaut auf 11 Jahre Tradition zurück.

2007 Unsere Waldorfschule baut! Im November erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für unser neues Oberstufengebäude. Seitdem verfolgen wir alle aufmerksam den Fortgang des Baugeschehens.

2008 Im November wir das neue Schulhaus nach einer festlichen Einweihung bezogen. Viel Freude herrscht über die neuen Räume. Die Klassen 3 bis 13 können jetzt in der neuen Mensa ihr Mittagessen einnehmen. Klasse 1 und 2 essen im Hort.

2009 Ende Oktober wird der zwei Waldorfkindergarten in Chemnitz eröffnet. Unter dem Namen Waldorfkindergarten "Morgensonne" kommen jeden Tag 26 Kinder in die Krippe und den Kindergarten. Das ehemalige "Bornaer Schulhaus" (Baujahr 1870) wurde dafür umfassend saniert. Im Erdgeschoss zieht die Schul- und Kindergartenverwaltung ein.

2010 Jubiläum 20 Jahre Waldorf in Chemnitz