Epochenunterricht

Jugendliche im Gespräch

Erlebnis Geschichte

Was erlebt ein Mensch, der unentwegt im Stundentakt zu immer neuen Themen wechselt, der im Lauf der Woche jedes Thema nur eine kurze Zeit zu verschiedenen Tageszeiten erlebt. Wie tief kann er sich damit verbinden? Wäre es nicht besser, längere Zeit an einem Thema zu verweilen, sich damit täglich zu verbinden. Aus solchen Gedanken heraus wurde in der Waldorfschule der Kernunterricht in so genannten Epochen gegeben. Täglich in der Anfangszeit des Schultages wird ein Fach unterrichtet, in der Unterstufe vom Klassenlehrer, in der Oberstufe von einem Fachlehrer. Dann folgt das nächste Fach, in der Anfangszeit sogar bis zu 6 Wochen lang, später 3-4 Wochen.

So bleibt genügend Zeit hineinzuführen in die tägliche Arbeit, sie künstlerischJedes Kind lernt im Hauptunterricht Flöte aufzulockern und in eigener künstlerischer Gestaltung oder durch eine altersgemäße Erzählung ausklingen zu lassen. Rein gedankliche Wissensvermittlung hat eher ermüdenden oder gar austrocknenden Charakter. Ist genügend Zeit für Lehrer und Schüler, erreicht ein künstlerisch aufbereiteter Lernstoff auch die tieferen Schichten und wirkt sogar durch die Traum- und Schlafenszeit. Nach dem Hauptunterricht folgen auch Fachstunden in den Bewegungsfächern, Sprachen und handwerklich künstlerischen Fertigkeiten. Doch auch in der Oberstufe findet der praktische Unterricht in Nachmittagsepochen statt.